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Emmaus Gemeinde Forchheim
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Heilung

Wie kann biblische Heilung geschehen

"Ich bin der Herr, dein Arzt...."

Eine eindeutige biblische Aussage, die letztlich für Gläubige nur einen Weg offen läßt? Aber was tut ein kranker Mensch nicht alles, um wieder auf die Beine zu kommen. Oder gibt es doch mehrere Möglichkeiten, Gesundheit zu erlangen – auch für Christen? In einer speziellen Themenreihe hat der Präses des BFP untersucht, wie Gott heilt.

Der Herr hat in 2. Mose 15, 26 Sein Volk in einer Notsituation folgendermaßen belehrt: Weil es in der Wüste Schur schlechtes Wasser vorfand, heilte der Herr dieses, ließ die Israeliten davon trinken und versprach, sie zu heilen, wenn sie sich zu Ihm halten würden. Diese Verheißung, testamentarisch niedergelegt, gilt bis heute. So eine Testamentseröffnung kann spannend sein, besonders, wenn es einen persönlich betrifft: Werde ich Schulden oder Wohlstand erben? Gott hat uns zwei Testamente hinterlassen, was darin steht, dürfen wir glaubend annehmen. Wie äußert sich nun die Zusage “Ich bin der Herr, dein Arzt” in unserem Leben? Einige wenige Haltungen bei uns engen Gott ein, uns Sein Erbe auszuteilen. Im folgenden werden zwölf Heilungswege aufgezeigt. Über allen steht die göttliche Verheißung: “Ich bin der HERR, dein Arzt”.

1. Heilung durch Abwehrmechanismus: Psalm 139, 13+14

Gott hat uns mit einem Abwehrmechanismus geschaffen. Durch Seine Schöpferkraft bewahrt er uns vor einer Fülle von Krankheiten, die uns in Form von Bakterien und Viren angreifen. Selbst wenn es dann geschieht, arbeitet dieses System auf Hochtouren, um die Krankheit zu besiegen. Dank sei Gott!

2. Speisevorschriften: 3. Mose 11; Apostelgeschichte 10, 15; 1. Korinther 6, 12; bes. Philipper 3, 19

Die Speisevorschriften aus den mosaischen Gesetzen bedeuten Schutz und Gesundheit für unseren Körper. Müßten wir selbst herausfinden, welche Speisen uns dienen, würden wir durch viele Krankheiten gehen oder gar den Gifttod sterben müssen. Gott hat uns hier Gebote zum Leben gegeben, die im Falle von Leichtsinnigkeit nicht durch die im Neuen Testament gegebene Freiheit aufgehoben werden. Bei Krankheit kann uns die Einhaltung dieser Vorschriften Heilung bringen, besonders wenn das Essen zum Götzen geworden ist.

3. Pflanzenmittel: 1. Mose 1, 11+12

Großmutters Heilmittel haben ihren Ursprung in der Schöpfung von Heilpflanzen, uns zur Gesundheit geschaffen. Hier hat der Feind sich sehr stark eingemischt in Form von Mißbrauch im okkulten Bereich, doch das sollte uns nicht davon abhalten, diese von Gott geschaffene Heilkraft zu nutzen. Wir sollten Gott dafür danken und uns nicht vom Bösen blockieren lassen.

4. Ärzte: Psalm 68, 19; 1. Petrus 4, 10

Wir dürfen dankbar sein für Menschen, die lange studieren mit dem Ziel, irgendwann einmal Menschen helfen zu können. Der Dienst von Ärzten ist eine göttliche Berufung an Gläubige und Ungläubige. Hier werden so manchesmal “übermenschliche” Leistungen vollbracht, die ihre Motivation in der göttlichen Berufung haben.

5. Gottes Wort: Sprüche 4, 22; Psalm 107, 20

Hier dringen wir nun in den geistlichen Bereich vor. Gott sandte Sein Wort und machte die Menschen gesund. Dies ist ein schöpferischer Akt zur Wiederherstellung Kranker. Dieser Erwartungsglaube lebt noch viel zu wenig im Volk Gottes. Ich wünschte, daß wir diesen Glauben ausbreiten, daß während der Wortverkündigung Heilung geschehen kann, ohne daß jemand Hände auflegt oder betet. Einfach nur, weil wir unter Seinem Wort sind. Das Wort Gottes wird aktiv bei denen, die danach begehren (Psalm 107, 19). Das betrifft Verkündiger wie Empfänger. Eine Mitarbeiterin aus unserer Gemeinde hatte eine hühnereigroße Geschwulst unter der linken Achsel. Sie saß in dem Glauben, daß Gottes verkündigtes Wort Heilung bringt, im Gottesdienst. Unter der Verkündigung kam Gottes Kraft zu ihr. Sofort griff sie an die kranke Stelle, und unter ihrer Hand verschwand der Tumor völlig. Wir wollen Gott nicht in Seinen Methoden einschränken, denn in der Summe Seines Wortes liegt die Wahrheit, so sagt es Psalm 119, 160.

6. Sündenvergebung: 1. Johannes 1, 9; Psalm 32, 2+3

In Jesaja 53, 4+5 bringt die Bibel zwei Dinge zusammen, nämlich Sünde und Krankheit. Diese beiden Dinge plagen den Menschen auf der Erde, und es gibt kaum jemanden, der ohne Krankheit durchs Leben geht. Dieses Wort eröffnet die Gnade durch Vergebung der Schuld. Ein Mensch kann, muß jedoch nicht, durch Sünde krank werden. Im Vorfeld des Verses 15 aus 2. Mose 26 finden wir diesen Hinweis. Wenn wir die Ordnungen Gottes halten, erreicht uns keine Krankheit, umgekehrt aber doch. Da kein Mensch sündlos leben kann, bietet Gott uns die Gnade der Vergebung an. Es ist ein Geheimnis, wenn Menschen ihre Sündenlast beichten und dadurch ein Heilungsprozeß ausgelöst wird. In 1. Korinther 11 sagt Paulus, daß wir uns durch falsches Nehmen des Abendmahls versündigen und dadurch krank und schwach werden. Wir verachten das Opfer Jesu, wenn wir unsere Schuld allein tragen. Wir müssen sie bekennen und uns von dem vergeben lassen, der, selber schuldlos, zu unserer Sünde wurde. Im Verborgenen hat Sünde über kurz oder lang zerstörerische Kräfte. Sie nimmt uns die Lebenskraft und trennt uns von unserem Herrn. 1. Johannes 1, 9 sagt aber dann: "Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit." David spricht dies in Psalm 32, 1-3 deutlich aus. “Als er seine Sünden verschweigen wollte, da verschmachtete sein Gebein”. Er wurde krank. Krankheit ist in solch einem Fall ein Werk der Ungerechtigkeit, von dem wir gereinigt werden. Dank sei Jesus!

7. Persönliche Fürbitte: Markus 11, 24

Darüber hinaus hat Jesus durch die Schläge, die Er erlitt, für uns die Heilung erworben. Bartimäus z. B. ruft hartnäckig so lange, bis Jesus ihn hört und fragt: “Was willst du, das ich dir tun soll?” Er antwortet mit Fürbitte: “Ich will sehend werden!” Konsequent bittet er um Heilung und bekommt sie auch.

8. Das Abendmahl: Lukas 22, 19+20

Ein unwürdiges Nehmen des Abendmahls macht krank (1.Korinther 11, 30). Ein ordentliches Nehmen des Abendmahls stärkt die Gemeinschaft mit Jesus und den Glauben an Ihn. Seine Gegenwart in unserem Leben hat auch heilende Kraft. Solche Zeugnisse sind in der Gemeinde Jesu bis heute bekannt. Der Herr begegnet uns im Abendmahl zur Hilfe, Stärkung und Heilung.

9. Ölsalbung und Ältestengebet:

Die Hausapotheke der Gemeinde Gottes könnte man die Ölsalbung der Ältesten nennen. Der Kranke kann schon durch die Inanspruchnahme seinen Glauben kundtun. Es geht hier nicht um ein Ritual, sondern um ein Glaubensgebet, das den Kranken heilt, Jakobus 5, 14+15. Bei der Sündenvergebung (V.16) geht vorrangig um Reinigung der Beziehung zwischen den Ältesten und dem, der sie gerufen hat.

10. Gaben der Heilungen: 1. Korinther 12, 9

Nach 1. Korinther 12, 9 gibt es die Gaben der Krankenheilungen, niemand hat jedoch die Gabe der Krankenheilung. Gott teilt durch Seinen Geist diese Gaben für jeweilige Heilungen aus, spontan und immer wieder neu. Dabei muß der Empfangende einer Heilung nicht gläubig sein. Diese Gabe wirkt im Rahmen von Evangelisation sehr stark, denn Gott möchte damit Menschen ganz praktisch überzeugen. Leider kommt nicht jeder Geheilte zum Glauben.

11. Glaubensgebet anderer: Markus 16, 17+18

In Markus 16, 18 lesen wir über das Glaubensgebet anderer, nämlich, daß diese Schwachen die Hände auflegen und es besser mit ihnen werden wird. Mit 18 Jahren war ich einmal so krank, daß ich dem Tode nahe war. Da hat meine Mutter den Herrn gebeten, mich zu erhalten und zu heilen. Eine Stunde später habe ich mit ihr Abendbrot gegessen. Dieses Glaubensgebet ist einer unserer Hauptmissionsaufträge. Mit solchen Zeugnissen verkündigen wir das Evangelium.

12. Wunderkräfte: 1. Korinther 12, 10

Durch Wunderkräfte, Schweißtücher, Schatten etc. geschieht Heilung. In Apostelgeschichte 5, 15 und 19, 12 wird beschrieben, wie der Schatten von Petrus und das Schweißtuch von Paulus Kranke heilte. Jesus selbst machte einen Brei, um einen Blinden zu heilen. Zu mir kam einmal ein Krankenpfleger, der auf seiner Station ein sterbendes leukämiekrankes Kind betreute. Er bat mich, ein Heilungsgebet auf der Schreibmaschine zu tippen und ging damit zu dem Kind. Er las es ihm vor, und — das Kind wurde gesund. Auch auf diese Art geht Gottes Heilungskraft aus.

Glaube hat grenzenlose Verheißung!

Von allen Heilungsformen unseres Herrn hat der Glaube die größte Verheißung (Markus 9, 23). Lieber sollten wir unser Herz auf seine Glaubensfähigkeit überprüfen (Matthäus 13), als Gottes Bereitschaft zum Heilen in Frage zu stellen. In Lukas 5, 17 steht: Jesus lehrte, und des Herrn Kraft war da, um zu heilen. Paulus tat das gleiche, er lehrte, und die Heilungskraft des Herrn breitete sich aus. Wir können durch beständiges Wortstudium einen inneren Weg gehen, um diese Botschaft im Glauben zu fassen. Ich kenne eine Mutter, die vor Jahren mit ihrem damals vierjährigen Sohn zum Gebet kam. Dieser hatte ein zugeklebtes Auge und war fast blind. Nachdem er die Geschichte von der Heilung eines Blinden aus der Bibel gehört hatte, verlangte er nun, daß seine Mutter mit ihm zu mir kam, um für seine Heilung zu beten. Ich tat das, jedoch ohne ein sichtbares Ergebnis. Nach drei Monaten kam die Mutter zu mir und äußerte sich besorgt darüber, daß ihr Sohn Gott jeden Tag für seine Heilung dankte, doch nichts geschehen würde. Ich ermutigte sie mit Gottes Wort.

Nach Römer 10, 10 und Markus 11, 24 wird es uns werden, wenn wir mit dem Herzen glauben und dem Mund bekennen. Nach dreieinhalb Jahren brauchte der Junge keine Brille mehr. Seine Augen sind bis heute gesund. Die schwächste Form der Heilung ist, wenn die Krankheit nicht schlimmer wird. Denn durch dein Gebet hat Gott den Krankheitsverlauf unterbrochen. Wenn es etwas besser wird, dann halte an am Gebet, bis die Heilung komplett ist. Laßt uns glauben, daß Gott weitermacht, denn es gibt ein gnadenloses Gesetz aus Jakobus 1, 6+7: Der Zweifler empfängt nichts. Wir können noch so schön beten, entscheidend ist, ob wir die Inhalte glauben können. Damit steht und fällt das Ergebnis. Die Bibel spricht vom guten Kampf des Glaubens und von dem Preis, den man bekommt, wenn der Sieg errungen ist. Ich kann also Schritt für Schritt meine Heilung erbeten, bis ich völlig gesund bin, denn der Herr will mein Arzt sein. Lieber will ich mich wegen meines unzureichenden Glaubens wieder und wieder demütigen, als diese göttlichen Zusagen aus den Augen zu verlieren.

Ingolf Ellssel, Präses des BFP